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Rhône

Zwischen Vienne und Avignon fließt die Rhône durch zwei Weinlandschaften: im Norden Granithänge, so steil, dass die Reben an Pfählen stehen und jede Arbeit von Hand geschieht, im Süden weite Terrassen voller runder Kiesel, über die der Mistral fegt. Unser Rhône Wein kommt aus beiden Hälften, mit Syrah und Viognier aus Côte-Rôtie, Condrieu, Cornas und Crozes-Hermitage und mit Grenache-Cuvées aus Châteauneuf-du-Pape, Gigondas und Vacqueyras. Die meisten Erzeuger dieser Auswahl arbeiten biologisch, mehrere biodynamisch, und so ist ein Bio-Wein von der Rhône hier, vom Côtes du Rhône für den Alltag bis zum gereiften Cru, eine direkte Spur seines Weinbergs.




Mehr über Rhône

Nordrhône: Syrah und Viognier auf steilem Granit

Von Vienne bis Valence ist das Tal eng, und die Weinberge liegen an Hängen aus verwittertem Granit und Glimmerschiefer, oft auf schmalen Mauerterrassen über dem Fluss. Die Syrah ist hier die rote Rebsorte der großen Lagen und bringt Veilchen, schwarzen Pfeffer, Oliven und eine kühle, salzige Spannung hervor. In Côte-Rôtie darf ein kleiner Anteil Viognier mitvergoren werden, der die Nase aufhellt, während Condrieu ganz dem Viognier mit Aprikose und Blüten gehört. Hermitage, Cornas, Saint-Joseph und Crozes-Hermitage sind die weiteren Namen des Nordens, die weißen Weine entstehen dort aus Marsanne und Roussanne. Maison Stephan in Tupin keltert Côte-Rôtie aus Serine, der alten, kleinbeerigen Form der Syrah, etwa den Côte Rôtie „Les Binardes“ AOC 2023, der ohne zugesetzten Schwefel abgefüllt wird. Aus Cornas stammen die biodynamischen Syrah von Du Coulet, von Les Bruyères kommen Crozes-Hermitage und Saint-Joseph.

Südrhône: Grenache, Galets roulés und Mistral

Südlich von Montélimar öffnet sich das Tal zu einer mediterranen Landschaft mit Garrigue, Olivenbäumen und Lavendel. Hier führt die Grenache, begleitet von Syrah, Mourvèdre, Cinsault und Carignan, und die Weine zeigen reife Kirsche, getrocknete Kräuter und warme Würze. In Châteauneuf-du-Pape bedecken Galets roulés, von der Rhône rund geschliffene Quarzitkiesel, viele Lagen und geben die Wärme des Tages in die Nacht ab, andere Parzellen liegen auf Sand und Kalk und bringen feinere, kühlere Grenache. Der Mistral trocknet die Trauben nach jedem Regen und hält Pilzkrankheiten fern. Am Fuß der Dentelles de Montmirail liegen Gigondas und Vacqueyras, von dort kommen die Weine der Domaine d’Ouréa, weiter nördlich Rasteau und Cairanne, die heute eigene Crus sind. Den Châteauneuf-du-Pape führen wir von Marcoux, Clos des Papes und La Nerthe, rot wie weiß, von den Hängen des Mont Ventoux kommen Chêne Bleu und Saint Jean du Barroux.

Côtes du Rhône und Villages als Grundstock des Tals

Die Appellation Côtes du Rhône umfasst das ganze Tal, der größte Teil ihrer Weine wächst im Süden. Darüber stehen die Côtes du Rhône Villages, die den Namen ihrer Gemeinde tragen dürfen, wenn sie strengere Regeln erfüllen. Die Domaine Roche-Audran füllt rote, weiße und rosé Côtes du Rhône sowie Villages aus Visan, Marcoux einen Côtes du Rhône aus Grenache, Mourvèdre und Syrah. Du Coulet zeigt mit dem Côtes du Rhône „Petit Ours“, wie ein Syrah vom Granit des Nordens schon im Einstiegsbereich schmeckt.

Bio-Wein von der Rhône: biodynamisch an Hang und Kiesel

Die Weinberge der Rhône eignen sich für biologische Arbeit besonders gut, weil Wind und Sonne die Trauben gesund halten. Die Domaine de Marcoux in Châteauneuf-du-Pape bewirtschaftet ihre Reben biodynamisch, ebenso Du Coulet, Roche-Audran und d’Ouréa. Präparate, Kompost und Begrünung beleben die Böden, und die Wurzeln reichen tief in Granit, Kiesel und Kalk, was man an der Frische dieser Weine schmeckt. Wie die einzelnen Jahrgänge an Nord- und Südrhône ausgefallen sind, zeigt unsere Jahrgangstabelle der Rhône. Die lieferbaren Weine der Region finden Sie oben in der Liste.

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