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Burgund

Zwischen Dijon und Santenay zieht sich ein schmaler Hang aus Kalkstein und Mergel nach Süden, und auf ihm entscheidet oft ein einziger Feldweg darüber, ob ein Wein als Village, Premier Cru oder Grand Cru auf das Etikett kommt. Wein aus Burgund bedeutet deshalb Herkunft im kleinsten Maßstab: Pinot Noir und Chardonnay von einzelnen Parzellen, den Climats, gelesen von Familien-Domaines, die in vielen Lagen nur wenige Rebzeilen besitzen. Unsere Burgund-Weine kommen von 25 Erzeugern, die biologisch und zum großen Teil biodynamisch arbeiten, vom Kimmeridge-Kalk in Chablis über die Côte de Nuits und die Côte de Beaune bis zu den Kalkfelsen des Mâconnais.




Mehr über Burgund

Grand Cru, Premier Cru, Village: wie Wein aus Burgund nach Lagen geordnet ist

Die Weine aus Burgund folgen einer Pyramide aus vier Stufen: unten die regionalen Appellationen wie Bourgogne, darüber die Village-Weine einer Gemeinde, dann die Premier Crus aus benannten Einzellagen, an der Spitze die Grands Crus, bei denen der Lagenname allein genügt: Chambertin, Clos de la Roche, Corton-Charlemagne. Grundlage dieser Ordnung sind die Climats, seit Jahrhunderten abgegrenzte Parzellen, seit 2015 UNESCO-Welterbe. Ein Grand Cru aus der Côte de Nuits wächst meist am mittleren Hang, wo Kalkschutt und Mergel sich mischen und das Wasser gut abläuft. Unsere Grands Crus reichen vom Clos de Vougeot bis zum Chambertin Grand Cru 2023 von Trapet Père & Fils.

Côte de Nuits und Côte de Beaune: Pinot Noir und Chardonnay auf dem Boden des Jurameers

Kalkstein und Mergel der Côte d’Or sind Ablagerungen eines flachen Meeres der Jurazeit. In der Côte de Nuits wächst fast ausschließlich Pinot Noir, der hier Kirsche, Waldboden und eine straffe, kühle Säure verbindet. In Gevrey-Chambertin keltern Trapet Père & Fils biodynamisch, in Morey-Saint-Denis arbeitet Hubert Lignier mit alten Reben im Clos de la Roche. In der Côte de Beaune entstehen in Volnay und Pommard duftige, feinkörnige Rote, in Meursault nussige Chardonnays, etwa von Rémi Jobard, und in Chassagne-Montrachet bei Thomas Morey Weißweine mit kreidiger Spannung.

Chablis, Côte Chalonnaise, Mâconnais: die Ränder des Burgunds

Weit im Norden, an der Yonne, liegt Chablis auf Kimmeridge-Mergel voller fossiler Austernschalen. Der Chardonnay schmeckt dort nach Zitrone, nassem Stein und Jod. Domaine de l’Enclos füllt vom Petit Chablis bis zu den Grands Crus Blanchot und Vaudésir. Südlich der Côte d’Or folgt die Côte Chalonnaise mit Rully und Mercurey, dann das Mâconnais, wo die Reben für Pouilly-Fuissé und Saint-Véran unter den Kalkfelsen von Solutré und Vergisson stehen und reifere, gelbfruchtige Weine geben. In Vinzelles bewirtschaftet La Soufrandière ihre Climats biodynamisch.

Kleine Parzellen, biodynamische Hände

Wer in Burgund eine Lage besitzt, besitzt oft nur einige Zeilen darin, und jede Arbeit im Weinberg zeigt sich im Glas. Unsere Domaines pflügen und verzichten auf Herbizide und synthetische Spritzmittel, viele arbeiten mit biodynamischen Präparaten, einige Demeter-zertifiziert. Das Ergebnis sind Weine mit lebendiger Säure und klarer Lagenprägung, vom Bourgogne Aligoté für den Alltag bis zum gereiften Grand Cru. Wer Burgunder Wein kaufen möchte, findet alle lieferbaren Weine in der Liste oben.

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